Nach intensivstem Tüfteln & Forschen hat ein Team aus der neunten Klasse seine Haartönungstestmaschine in Betrieb genommen. Wie die Maschine funktioniert, wieso die Maschine gebaut wurde und warum das Team damit evtl. 2.500 € gewinnen kann, erfahren Sie im Folgenden.

Update vom 31.01.2019 um 21:00 Uhr

Dokumentation und Video sind fertiggestellt und hochgeladen. Jetzt heißt es für Benjamin, Jana, Rona und Sofie abzuwarten. Ein herzliches Dankeschön geht an die Hochschule Karlsruhe, die Jana sehr kurzfristig die Nutzung eines Raster-Elektronen-Mikroskops ermöglicht hat.

Die Haartönungstestmaschine

Die Stiftung Warentest veranstaltet einmal im Jahr den Wettbewerb Jugend testet. Im mit bis zu 2.500 € dotierten Wettbewerb geht es um das Testen von Dienstleistungen oder Produkten.

Drei Schülerinnen und ein Schüler der neunten Klasse sind mit dabei. In der AG Tüfteln & Forschen haben Sie eine Maschine gebaut, mit der sie getönte Haarbüschel einem beschleunigten Alterungsprozess aussetzen möchten. 

Das jeweilige Haarbüschel ist dazu an einem Roboterarm befestigt. Dieser shampooniert zunächst das Haarbüschel, wäscht es mit sauberem Wasser ab, kämmt und föhnt das Büschel abwechselnd, setzt es UV-Licht aus und lässt es zum Schluss eines Zyklus durch eine Kamera fotografieren.

Gesteuert wird die Maschine von zwei selbst erstellten Programmen: Ein Programm steuert den Bewegungsablauf des Roboters. Das andere Programm steuert das Ein- und Ausschalten von Wasserventil, Föhn und UV-Lampe. 

Die Synchronisation der beiden Programme erfolgt über einen mehr als 100 Jahre alten Drückschalter: Nach der Anfertigung des Fotos drückt der Roboterarm diesen Schalter und synchronisiert damit das Programm des Mikrocontrollers mit dem Programm des Roboterarms. Dies ist notwendig, weil sich ansonsten im Testablauf kleine zeitliche Schwankungen im Bewegungsablauf des Roboterarms summieren würden. Insgesamt werden pro Haarbüschel 25 Zyklen durchgeführt, was etwas mehr als 3 Stunden dauert.

Das hört sich alles kompliziert an und ist es auch. Der Teufel lag und liegt im Detail. Angefangen bei Halterungen und nicht endend bei einem Schutzgehäuse mussten viele Dinge bedacht, entwickelt und mit Hilfe von 3D-Drucker und Lasercutter produziert werden. Einsendeschluss des Testsberichts ist am 31.01.2019. Dann wird sich zeigen, ob sich der außergewöhnliche Einsatz des Teams gelohnt hat. Wir drücken ihm auf jeden Fall ganz fest die Daumen.

Unser besonderer Dank gebührt der HOPP Foundation, die uns die Anschaffung des Roboterarms ermöglich hat - wenn auch ursprünglich einmal zur Realisierung eines Roboterxylophons...