Am Katastrophenschutztag konnten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen an mehreren praxisnahen Stationen erfahren, wie wichtig gute Zusammenarbeit, klare Absprachen und grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse in Ausnahmesituationen sind. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Kennenlernen von Abläufen im Katastrophenfall, sondern vor allem das eigene Ausprobieren – vom Hochwasserschutz bis zur Orientierung in einem „Auffanglager“. Den Bericht von Herrn Debailleul lesen Sie im Folgenden.

Wie bereitet man sich auf Katastrophen vor? Welche Abläufe müssen bekannt sein und eingeübt werden? Mithilfe der Hilfsorganisation der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Karlsruhe wurde ein Stationenlauf entwickelt, um einen Einblick in den Katastrophenschutz zu bekommen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Johanniter, die diesen Tag möglich gemacht haben. Ein weiterer Dank geht auch an die vielen Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen sowie an die Lehrkräfte, die ebenfalls in vielerlei Hinsicht geholfen haben. Im Weiteren erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Stationen:

Station 1: Hochwasser – Schlammfegen

Bei einer simulierten Hochwasserlage übernahmen die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, „Schlamm“ gemeinsam möglichst effektiv zu beseitigen. Dabei ging es um die Frage, mit welcher Technik und welcher Teamorganisation sich eine solche Aufgabe schnell und koordiniert bewältigen lässt.

Station 2: Hochwasser erstellen & retten

An dieser Station wurde gezeigt, wie sich in kurzer Zeit mithilfe von Sandsäcken ein Hochwasserschutz aufbauen lässt – und wie wichtig abgestimmtes Vorgehen im Team ist. Zusätzlich lernten die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten kennen, verletzte Personen kräftesparend zu transportieren, z. B. mit einem Dreiecktuch oder Auffangtuch.

Station 3: Erste Hilfe

In der Erste-Hilfe-Station übten die 6. Klassen Schülerinnen und 6. Klassen Schüler grundlegende Maßnahmen beim Antreffen verletzter Personen. Neben der stabilen Seitenlage stand auch das Anlegen eines Druckverbands auf dem Programm.

Station 4: NKTW (Notfallkrankentransportwagen)

Ein besonderes Highlight war der Einblick in einen NKTW: Die Schülerinnen und Schüler lernten die Ausstattung kennen und erfuhren, wie sich der NKTW von einem klassischen Rettungswagen abgrenzt. Außerdem wurde erläutert, wie der Rettungsdienst Verletzte einschätzt und priorisiert. Beim Triage-Verfahren ordneten die Schülerinnen und Schüler fiktive Fälle selbstständig den Kategorien „schwer verletzt (sofortige Behandlung nötig)“, „mäßig verletzt (Beobachtung)“ und „leicht verletzt (Behandlung kann vorerst warten)“ zu.

Station 5: Beschilderung im Einsatz

Zum Abschluss simulierten die Schülerinnen und Schüler den Fall, dass das Lessing-Gymnasium als Auffanglager in einer städtischen Katastrophenlage genutzt wird. Da ankommende Personen das Gebäude nicht kennen, erarbeiteten sie eine sinnvolle Beschilderung für wichtige Orte (z. B. Toiletten, Erste-Hilfe-Räume) und zentrale Ansprechpartner.

Mit großem Engagement und viel Teamgeist arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an allen Stationen mit. Der Tag machte deutlich: Gute Vorbereitung, klare Kommunikation und praktische Grundkenntnisse können im Ernstfall entscheidend sein.